Mitte Oktober haben wir zum beliebten Jubilarenkonzert in die Aula der Oberstufe Wasen geladen. Dieser gesellige Anlass wird von unseren Jubilarinnen und Jubilaren, die hohe Geburtstage feiern dürfen, jeweils gespannt erwartet.
Um 14 Uhr durfte das Korps der Wase-Musig rund 25 Personen, darunter fünf Jubilaren und 4 Jubilarinnen mit ihren Angehörigen begrüssen.

Ein vielseitiges Programm
Auch Gemeindepräsident Martin Friedli liess es sich nicht nehmen, dem Anlass beizuwohnen und einige Grussworte von der Gemeinde Sumiswald an die rüstigen Seniorinnen und Senioren und ihre Familien zu richten.

Durchs vielseitige Programm führte auch in diesem Jahr unser Euphonist Klaus Zehnder. Gekonnt baute er kleine Aktivierungen ein.

Die Musikgesellschaft Wasen war an der Marschparade am diesjährigen Emmentalischen Musiktag in Röthenbach i. E. mit «Always Look On The Bright Side Of Life» eher gemütlich unterwegs gewesen. Um den Zuhörerinnen und Zuhörern zu vermitteln, wie sich das so angefühlt hat, marschierte Klaus Zehnder gemeinsam mit ihnen an Ort während die Wase-Musig das Stück auf der Bühne sitzend zum besten gab. Das gab ein gefälliges Bild ab.

Später führte Zehnder auch noch einen kleinen Wettbewerb durch: Wer den Marsch, der als nächstes auf dem Programm stand, anhand seiner Stichworte und Tipps als erstes erriet, gewann ein Schoggistängeli. Im Nu fand es eine Seniorin heraus – der Gemmi-Marsch war gesucht.


Vor und nach dem Konzert sowie in der Pause verwöhnten wir die Gäste wiederum mit Kaffee und Kuchen.
Weiter kam die fröhliche Schar in Genuss eines Überraschungsgast Kurt Mosimann wusste die fröhliche Schar mit seinen extra zu diesem Anlass geschriebenen Ferse unter dem Titel «Altersstrategie» zu begeistern. Kurt Mosimann hat uns den Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Altersstrategie
Mä isch im Alter nümm so fit,
Kurt Mosimann
nei, ds Alter bringt so Vieles mit.
Im Alter gits so langsam Sache,
wod nümm ohni Hilf chasch mache.
Vieles gibts – ach meine Güte,
was doch im Lauf der Zeit verblühte.
Es beginnt doch schon ganz oben:
Der Haarschopf hat sich leicht verschoben.
Es isch im Gipfu obe flach,
me seit däm gloub es Schiebedach.
Der Mann trägt dann bei Sonnenglut, als Glatzenschutz’nen Sonnenhut.
Das Hirn lässt sich auch nicht mehr stressen.
Was wollt ich sagen – habs vergessen.
Es Hirni wi ne Ämmitaler
mit Löcher drin – d Essänz wird schmaler.
Ds Hirni tuet nümm alles phaute,
säubscht Zyt chasch nümme rächt verwalte.
D Vergässlechkeit nimmt überhang,
mir hei der Gring nümm ganz binang.
Und wenn das Augnicht richtig augt,
nur noch die Brille wirklich taugt,
die Sicht ist schlecht, für nah und weit:
Die Brille ist stets griffbereit.
Und oft braucht es sogar die Lupe,
zum Sehn das Haar in deiner Suppe.
Gehör ist schlecht, das Ohr,
per se sucht den Verstand mit fragend – hee?
Das Hörgerät soll es nun richten,
um zu verstehn, was andre brichten.
Essen war mal Hochgenuss,
nun ist`s begleitet mit Verdruss,
denn auch der Zahn hat stark gelitten;
ich esse längst schon mit den Dritten.
E herti Durwurscht wölle z ässe,
das chasch bygoscht bestimmt vergässe.
Auf Schultern konnte man schwer tragen,
und heute sind sie es die plagen.
Der Rügge chrum, muesch schtändig saube
doch Schmärze gspürt me allethalbe.
De Schultere muesch ghörig borge,
am Rügge treisch no höchschtens – Sorge.
Der Härzschrittmacher git der Takt,
dass Pumpi nid ganz zämesackt.
Ou d Härzchranzgfässbypäss si wichtig
u d Kunschtstoffklappe bruchsch als Dichtig.
Der ufrächt Gang zu junge Zyte,
dä het im Rügge ou chly glitte.
Ou muesch der Lybgurt starch veränge,
für d Adipositas z verdränge.
Pille nimmsch am Morge u am Obe,
u sogar zum Znüni u zum Zobe.
U ds Gehwärch, d Huft, schmärzt überau,
drum sy si hüt vil us Metau.
Chly witer nide, bi de Chnöi,
die sy bi mängne hüt ou nöi.
Die lö sech eifach chum no chrümme,
u se strecke ersch rächt nümme.
Auch wenn wir mit dem Gehen hadern,
dann sind es oft die Krampfesadern,
um schwere Schäden zu verhindern,
kann dann nur noch eine O P lindern.
Und dann die Füsse und die Zehen,
die lassen uns nümm richtig gehen.
Dir gseht mir hei doch überall chly Müe,
u alls het mit em Alter z tüe.
Doch öpis wo im Hirn blybt chläbe,
mir dörfe doch viu Schöns erläbe.
Me het bestimmt viu Läbesgschichte
mir chöi vo dene Gschichte bbrichte.
Es het ke Sinn im Egge z huure
u der Jugend noche z truure.
Mir sy jetz alt, es isch eso.
Wäg dessi blybt doch d Wält nid stoh.
